Energiebomben - Widerstand lohnt sich

Aktualisiert: Apr 14



Ob in Fruchtsäften, in Fertigsaucen oder im Wellnessgetränk: Süßes finden wir überall. Oft wissen wir gar nicht, wieviel Zucker wir täglich zu uns nehmen. Denn auf den Verpackungen werden oftmals weniger offensichtliche Bezeichnungen wie Fruchtzucker, Glukosesirup oder Saccharose verwendet. Auch verbirgt sich häufig Zucker in Lebensmitteln, in denen wir es gar nicht vermuten. Ein Klassiker: Tomatenketchup – eine Flasche kann bis zu 60 Würfelzucker enthalten.


„Zuckerfrei“ bedeutet nicht wirklich, dass ein Produkt frei von Zucker ist! Denn außer dem bekannten Haushaltszucker gibt es noch weitere Zuckerarten, die dem Körper genauso viel Energie (Kalorien) zuführen wie Haushaltszucker. Vom gesundheitlichen Aspekt aus unterscheiden sich andere „Zuckerarten“ nicht vom Haushaltszucker. Die Bezeichnung „Ohne Zuckerzusatz“ hingegen darf nur verwendet werden, wenn kein süßender Stoff dem Produkt zugesetzt wurde.


Hersteller von Lebensmittel dürfen mehr als 60 verschiedene Bezeichnungen auf der Verpackung für Zucker angeben. Hier ein kleiner Auszug:

Saccherose (herkömmlicher Haushaltszucker), Laktose (Milchzucker), Glucose (Traubenzucker), Fruktose (Fruchtzucker), Glukose-Fruktosesirup (auch Isoglukose genannt), Honig, Maltodextrin (Zucker+Stärke-Gemisch), Invertzucker (in Wasser gelöster Haushaltszucker), Dicksäfte (stark konzentrierte Säfte),...


Mein Tipp an dich:

Über die Aufnahme zuckerhaltiger Nahrung wird im Gehirn das Belohnungssystem aktiviert. Es entsteht ein angenehmes Gefühl, das dazu motiviert, dieses Gefühl immer wieder erleben zu wollen. Das Gehirn speichert diese Erinnerung ab und löst ein Verlangen nach Zucker aus.



Trainiere dein Geschmacksempfinden, indem du nach und nach deinen Zuckerkonsum reduzierst. Fang mit den Zuckerquellen an, die dir am einfachsten fallen.


Dir fällt es leicht auf Zucker zu verzichten, aber deinen Kindern nicht? Sie fragen dich mehrmals täglich nach Süßigkeiten? Dann habe ich einen Trick für dich: Fertige kleine Karten mit Süßigkeiten-Symbolen an. Jede Karte repräsentiert eine Süßigkeit, bspw. einen Schokoriegel. Bestimme mit deinen Kindern was alles als Süßigkeit gilt. Das könnte das Nutella-Brot am Morgen sein, der Kakao, das Eis etc. Am Anfang der Woche legt ihr die maximale Menge an süßen Lebensmitteln fest. Jedes Kind erhält die Anzahl der Karten für die gesamte Woche. Nun kann dein Kind seine Süßigkeiten-Gutscheine in der Woche bei dir einlösen. Darüber hinaus gibt es nichts!


Wissenswertes und Tipps auf einem Blick

- Zuckerfreie Produkte enthalten andere Zuckerarten als

Haushaltszucker. - Ohne Zuckerzusatz bedeutet wirklich kein Süßungsmittel wie Glucose und Co. - Das Gehirn schüttet chemische Botenstoffe aus, die ein angenehmes Gefühl bewirken.

- Das Gehirn verlangt immer mehr nach der „Droge“ Zucker. - Entwöhnung ist möglich – fang schon heute damit an. - Verzichte im ersten Schritt auf die Zuckerquellen in Lebensmitteln, die dir leichtfallen, z.B. Tomatenketchup. - Koche selbst, dann weißt du was und in welchen Mengen du Zucker konsumierst.


Kostenloser Lese-Tipp: 8 Tipps gegen Heißhunger auf Süßes



Du möchtest auch auf Zucker verzichten oder deine Ernährung komplett umstellen?

Du benötigst Unterstützung bei der richtigen Lebensmittelauswahl oder mentalen Support?

Gemeinsam werden wir deinen Horizont erweitern und alte Gewohnheiten oder hinderliche Verhaltensmuster bearbeiten und Schritt für Schritt verabschieden.

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Nicole Haas

Oecotrophologin B.Sc. / Diätassistentin / NLP Practitioner / NLP Master

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