8 Tipps gegen Heißhunger auf Süßes

Aktualisiert: Feb 20



Du möchtest Heißhunger auf Schokolade & Co. verhindern?


Kennst du das Gefühl? Du befindest dich unterwegs im Auto oder zuhause und plötzlich überkommt dich eine Heißhungerattacke.


Deine Gedanken kreisen nur noch um Schokolade oder Gummibärchen und Kuchen. Du weißt, dass du dich der Versuchung nicht sofort hingeben solltest, denn eigentlich wolltest du ja gesünder leben oder sogar etwas abnehmen.


Und umso mehr du versuchst, an etwas anderes zu denken, desto lauter wird deine innere Stimme und deine Argumente, die für die Schokolade sprechen: „Nur ein kleines Stück. Das ist doch okay.“


Und natürlich bleibt es nicht nur dabei. Zudem schlingst du die Schokolade förmlich herunter. Und irgendwie hast du das Gefühl, dass die Tafel Schokolade weg muss. Irgendwie stört es dich sogar, wenn die Hälfte sich noch in der Verpackung befindet.

Kommt dir diese Geschichte bekannt vor?


Die gute Nachricht ist: Du bist nicht die Einzige mit diesem Problem. Jeder von uns hatte derartige Appetit-Attacken schon einmal. Die Ursachen sind vielfältig und lassen sich in einzelnen Coaching- und Beratungseinheiten klären und dauerhaft auflösen.


Doch heute geht es mir nicht darum dir mögliche Ursachen aufzuzeigen, sondern um kleine und effektive Tipps, die du selbst im Alltag anwenden kannst.



8 Tipps gegen Heißhunger






1. Achtsamkeit & Akzeptanz


Als Erstes solltest du dir bewusst machen, in welchen Situationen die Heißhungerattacke auftaucht. Wie fühlst du dich? Vielleicht stehst du unter Druck oder du bist gestresst und suchst nach einem kurzfristigen Glücksmoment oder kurzfristiger Energie?

Beobachte dich genau.


Mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst du feststellen, dass es immer nach demselben Muster abläuft.

Im zweiten Schritt solltest du akzeptieren, dass es bestimmte Situationen gibt, in denen du „schwach“ bist. Verurteile dich dafür nicht! Die meisten von uns ärgern sich oder sind sogar enttäuscht von sich, wenn sie dem Verlangen nachgegeben haben.


Um Veränderungen herbeizuführen ist es immer wichtig, das Verhalten zu analysieren und es zu akzeptieren. Erst danach kann eine Veränderung eintreten.



2. Entwickle neue Strategien


Lerne aus deinen „Fehlern“ und nehme dir vor, das nächste Mal anders zu handeln. Leg dir eine Strategie zurecht. Dazu solltest du dir eine konkrete Situation so intensiv wie möglich vorstellen.


Zum Beispiel: Du kommst gestresst von der Arbeit und würdest eigentlich sofort zum Süßigkeiten-Schrank gehen.

Denke dir eine neue Strategie aus und spiele die Situation gedanklich einmal durch.

Dies könnte folgende Strategie sein:

Du kommst gestresst von der Arbeit, gehst zum Süßigkeiten-Schrank und atmest einmal tief durch. Du wendest dich ab, trinkst ein Glas Wasser und wechselst den Raum.

Umso intensiver du dir die Situation vorstellst und umso besser wirst du es zukünftig umsetzen können. Stell dir die Situation mit allen Sinnen vor. Wiederhole die Übung mehrmals.



3. Verdirb dir den Appetit


Mach dir einmal genaue Gedanken darüber, woraus Gummibärchen eigentlich bestehen. Genau genommen: Zuckerwasser mit Farbstoffen, die durch Gelatine (tierische Knochen) in Form gehalten werden. Irgendwie unappetitlich, oder?

Übrigens bestehen 6 Gummibärchen aus knapp 3 Zuckerwürfeln bzw. einem Esslöffel Zucker.


Du kannst dir auch etwas Abstraktes vorstellen, indem du dir ausmalst, dass die Schokolade von Schimmel befallen ist oder eine Maus die Verpackung angeknabbert hat. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.



4. Qualität statt Quantität


Beim wöchentlichen Großeinkauf kannst du dich selbst etwas austricksen, indem du nicht wahllos Süßigkeiten einkaufst. Kaufe dir doch mal teure Pralinen oder eine hochwertige Schokolade, die deutlich teurer ist als dein Standard Produkt. Du wirst automatisch weniger kaufen und dir auch zweimal überlegen, wann und wie viel du davon isst.


Zudem solltest du vorher festlegen, wie viele Tafeln Schokolade oder Packungen Gummibärchen du einkaufen wirst. Setze dir ein Limit und halte dich daran. Prinzipiell solltest du auch nur mit vollem Magen einkaufen gehen.

Wenn du gerne Schokolade isst, dann greif im Geschäft nicht zu deiner Lieblingsmarke. Versuche es mal mit einer Zartbitter-Schokolade. Schokolade mit einem höheren Kakaogehalt ist zwar nicht kalorienärmer, aber man isst sehr viel weniger und der erste Heißhunger auf Süßes ist damit deutlich schneller gestillt. Zudem solltest du nicht die XXL Version kaufen, sondern eher zu kleineren Verpackungen greifen.


Spezial-Tipp: Du kannst auch mal rohe Kakao-Bohnen aus dem Bio-Supermarkt kaufen. Die sind anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, aber nach einiger Zeit wirst du dich an den herben Geschmack gewöhnen.



5. Teile dir kleine Portionen ein


Am sichersten ist es natürlich, wenn du gar keine Süßigkeiten zuhause hast. Dies ist allerdings schwierig für die meisten umzusetzen.


Deshalb solltest du dir kleine Portionen für die Woche einteilen. Bestücke zum Beispiel eine Tupperdose mit deinen Süßigkeiten für die Woche. Überlege vorab, wie viele Süßigkeiten du dir in der Woche gönnen möchtest. Wenn du am Montag schon alles aufgegessen hast, dann hast du für den Rest der Woche eben nichts mehr.


Wer Schwierigkeiten hat, die Portionen auf eine Woche aufzuteilen, der kann sich auch sieben kleine Tüten oder Dosen für die Woche packen. Jeden Tag oder jeden zweiten Tag eine Kleinigkeit. Dieser Trick kommt auch immer gut bei Kindern an, die ihre Eltern stündlich nach Süßigkeiten fragen.



6. Kaugummi kauen

Hast du schon einmal ein Kaugummi gekaut und danach etwas Süßes oder Knabberzeug gegessen? Für die meisten Menschen ist dies eine unappetitliche Vorstellung.


Du wirst ganz automatisch weniger Zwischendurch essen, wenn du über den Tag Kaugummi mit Pfefferminzgeschmack kaust.



7. Abendliches Zähneputzen

Gegen abendliche Heißhungerattacken ist es sehr hilfreich, nach dem Abendessen sofort die Zähne zu putzen. Somit signalisierst du deinem Gehirn: "Wir machen Schluss für heute."

Nach dem Abendessen kannst du natürlich kurz überlegen, ob du jetzt noch etwas Süßes essen möchtest. Nein? Wunderbar, dann putz dir die Zähne und lass den Gedanken gar nicht mehr aufkommen, dass es noch etwas Süßes geben könnte.


Umso häufiger du diese Methode anwendest, umso schneller entwickelt sich daraus eine Gewohnheit, die du nicht mehr hinterfragen wirst.



8. Neue Gewohnheiten brauchen Zeit

Wenn du diese Tipps beherzigst und durchziehst, dann wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit deine Heißhungerattacken minimieren.


Sei geduldig!


Bis ein neues Verhalten verinnerlicht ist und wir nicht mehr über jeden Schritt nachdenken oder es in Frage stellen, kann es bis zu 21 Tage dauern. Danach wirst du deine neue Gewohnheit in deinen Alltag integriert haben und sie nicht mehr hinterfragen. Du wirst es einfach tun, genauso wie das tägliche Zähneputzen.



Fazit


Jeder von uns kennt Heißhungerattacken. Die Gründe sind unterschiedlich und können im Einzelcoaching geklärt und aufgelöst werden. Bei Bedarf kann ich mit dir gemeinsam das Thema bearbeiten, damit du ein für alle Male einen Haken dahinter setzen kannst. Schreib mir einfach ganz unverbindlich eine E-Mail.


In diesem blog-Artikel werden die Gründe für dein Verhalten bewusst nicht angesprochen, weil diese individuell verschieden sind. Dieser Artikel ist bewusst darauf ausgelegt, dir schnelle und einfache Tipps für die selbstständige Umsetzung in der Praxis zu geben.


Welche Erfahrungen hast du gemacht? Welche Strategie hilft dir am meisten? Schreib mir gerne einen Kommentar oder teile deine Erfahrungen mit mir auf Facebook, Twitter oder Instagram.


Es gibt noch viele weitere Strategien, um Heißhungerattacken zu reduzieren. Zum Beispiel hat ein erhöhter Zuckerkonsum auch ein gewisses Suchtpotential. Wenn du mehr darüber lesen möchtest, dann lass es mich wissen.


Deine Nicole


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nutrijoyous - Ernährungsberatung & Coaching


Nicole Haas Oecotrophologin B.Sc. staatl. anerkannte Diätassistentin zertifiziert beim Berufsverband VDD e.V. DVNLP-Practitioner


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